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Wenn Gehorsam in die Irre führt

Herr über den Sabbat

Gehorsam gegenüber dem Gebot über den Sabbat war den Juden zur Zeit des Herrn Jesus sehr wichtig. Mehrfach gibt es Auseinandersetzungen über dieses Thema. Dabei hat der Herr sich an dieses Gebot gehalten, wie Er auch alle anderen gehalten hat. Wieso gab es dann einen Konflikt zwischen Ihm und den Pharisäern? Und warum gibt es heute Konflikte zwischen Christen um die Unterordnung unter den Staat?

Der Konflikt über das Gebot und den Gehorsam

Es geschah aber, daß er am zweiten Sabbat nach dem ersten durch die Kornfelder ging; und seine Jünger streiften Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie. Da sagten etliche von den Pharisäern zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht zu tun erlaubt ist? Und Jesus antwortete ihnen und sprach: Habt ihr nicht einmal gelesen, was David tat, als er und seine Gefährten hungrig waren? Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch seinen Gefährten davon gab, welche doch niemand essen darf als nur die Priester? Und er sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.

Lukas 6:1-5

Es ist Sabbat und der Herr geht durch die Kornfelder. Mit dabei sind Seine Jünger und auch ein paar Pharisäer. Nun machen die Jünger etwas, was vom Gesetz Moses grundsätzlich erlaubt war. Nach deutschem Recht ist es nicht erlaubt, im Vorbeigehen etwas zum direkten Verzehr zu ernten. Aber Gott hat für Israel Folgendes erlaubt:

Wenn du in den Weinberg deines Nächsten gehst, so darfst du Trauben essen, so viel du willst, bis du satt bist; aber du sollst nichts in dein Gefäß tun.

Wenn du durch das Getreidefeld deines Nächsten gehst, so darfst du mit der Hand Ähren abstreifen; aber die Sichel sollst du nicht über das Getreidefeld deines Nächsten schwingen!

5 Mose 23:25-26

Die Jünger taten also etwas, das von Gott ausdrücklich erlaubt war. Die Kritik der Pharisäer bezieht sich daher nur darauf, dass sie es am Sabbat taten. Aber warum meinen die Pharisäer, dass es falsch ist, am Sabbat Ähren abzustreifen?

Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebten Tag ist der Sabbat völliger Ruhe, heilig dem HERRN. Jeder, der am Sabbattag eine Arbeit verrichtet, der soll unbedingt sterben!

2 Mose 31:15

Das grundsätzliche Gebot Gottes zum Sabbat lautete, dass an diesem Tag keine Arbeit verrichtet werden darf. Wer das tut, sollte unbedingt sterben. Das bedeutet: Wenn die Pharisäer meinten, dass die Jünger durch das Abstreifen der Ähren Arbeit verrichten, müssten sie auf die Todesstrafe beharren.

Die Todesstrafe war jedoch nicht möglich, weil die Römer die Vollmacht, Gericht zu üben, den Juden weitgehend entzogen hatten. Todesstrafe durften sie daher nicht mehr ausüben, ohne selbst unter die Strafe der Römer zu kommen. Eine interessante Frage ist, warum sie in dieser Sache die Oberherrschaft der Römer einfach anerkannt haben. Glaubten sie, dass das von Gott war? Oder waren sie insgeheim froh, dass sie eine Entschuldigung hatten, Gottes Gebote nicht so konsequent durchsetzen zu müssen?

Dass sie später dagegen den Herrn Jesus unter anderem wegen der Sabbatfrage beschließen zu töten, zeigt, dass der Todesbeschluss aus ihrem Hass auf den Herrn entsprang und nicht aus ihrem Gehorsam gegenüber dem Gebot.

Da sprach Mose: Eßt das heute! Denn heute ist der Sabbat des HERRN; ihr werdet es heute nicht auf dem Feld finden. Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist der Sabbat, da wird keines zu finden sein. Es geschah aber am siebten Tag, daß etliche vom Volk hinausgingen, um zu sammeln; und sie fanden nichts. Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und meine Anweisungen zu halten? Seht, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tag für zwei Tage Brot; so soll nun jeder an seiner Stelle bleiben, und niemand soll am siebten Tag seinen Platz verlassen! So ruhte das Volk am siebten Tag.

2 Mose 16:25-30

Auch beim Manna hatte Gott an den Sabbat gedacht. Das Brot des Himmels fiel nur an sechs Tagen herab. Am Sabbat lag nichts auf dem Boden. Das erforderte Vertrauen, denn an fünf Tagen in der Woche verschimmelte das Manna, wenn es bis zum nächsten Tag aufgehoben wurde. Aber am sechsten lag genug für zwei Tage da und es verschimmelte nicht, sondern reichte auch für den Sabbattag aus. Dadurch trainierte Gott das ganze Volk, den Sabbat zu halten und auch darauf zu vertrauen, dass Gott sie versorgen würde, wenn sie sich an das Sabbatgebot halten würden. Glaubst auch Du, dass Gott Dich versorgt, wenn Du Seine Gebote hältst und dadurch vielleicht Deine Arbeit oder sonst etwas verlierst?

Die Menschen, die am ersten Sabbat mit Manna dennoch hinausgingen, um zu sammeln, mussten jedoch nicht sterben. Als zu einem andern Zeitpunkt jemand am Sabbat Brennholz sammelt, muss er getötet werden. Warum müssen nun diese nicht sterben? Ganz einfach: Durch Gottes Güte konnten sie nichts finden und hatten daher auch nicht gearbeitet. Gott hatte sie vor dem Tod bewahrt und gleichzeitig durch diesen Test eine ernste Warnung ausgesprochen.

Warum dürfen die Jünger sammeln?

Der Herr Jesus hat jedes Gebot des Gesetzes gehalten. Er hat das Gesetz erfüllt. Wenn Er ein einziges Gesetz übertreten oder andere darin unterstützt hätte, dann gäbe es keine Hoffnung für uns. Denn der Herr musste das Gesetz erfüllen. Das bedeutet also, dass die Pharisäer sich geirrt haben und die Jünger das Sabbatgebot nicht übertreten haben. Wie passt das nun damit zusammen, dass sie am Sabbat die Ähren gesammelt haben?

Wir haben hier zwei Anordnungen des Gesetztes Mose, die sich scheinbar beißen. Doch dem ist nicht so. Es ist verboten, am Sabbat Manna zu sammeln oder irgendeine Arbeit zu verrichten. Doch gleichzeitig ist es erlaubt, sich einen Snack zu sammeln, wenn man auf dem Weg ist. Es ist nicht erlaubt, Essen zu sammeln, um es mit nach Hause zu nehmen und dort zu kochen. Es ist aber erlaubt, von den Früchten des Feldes zu sammeln, um seinen Hunger auf dem Weg zu stillen.

Weil die Jünger nur im vorbeigehen etwas gesammelt und verzehrt haben, war es erlaubt, was sie taten. Hätten sie die Ähren mit nach Hause genommen, dann hätten sie gegen das Gesetz verstoßen. Die Pharisäer haben das Sabbatgebot weit über das andere Gebot gestellt und nicht genügend bedacht, dass beide Gebote vom selben Gott stammen und beide zu beachten sind. Wenn Gott etwas erlaubt, verbietet Er es nicht mit einem anderen Gebot.

Warum kann der Gehorsam in die Irre führen?

Die Pharisäer wollten dem Sabbatgebot vorrangig gehorsam sein und sind dabei in die Irre gegangen. Ihr Irrweg ging sogar so weit, dass sie Heilungen am Sabbat als Sünde achteten. Und schließlich wollten sie den Herrn deswegen sogar töten. Die Antwort des Herrn in diesem Abschnitt zeigt uns, wie es passieren kann, dass „Gehorsam“ uns in die Irre führt und uns sogar zu Verfolgern des Herrn machen kann.

Und er sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.

Lukas 6:5

Das ist der Schlüsselvers, um uns vor der Gefahr des falschen Gehorsams zu bewahren. Die Pharisäer haben das Sabbatgebot sehr geachtet, aber sie haben nicht Den geachtet, Der das Sabbatgebot gegeben hat. Wenn sie Gott geachtet hätten, dann hätten sie das Sabbatgebot geachtet und genauso die Erlaubnis, auf dem Weg Ähren abstreifen und essen zu dürfen.

Wenn wir also ein Gebot achten, ohne Den zu achten, Der es gegeben hat, dann gehen wir in die Irre.

Wie Römer 13 und die Unterordnung in die Irre führen

Wie die Pharisäer scheinbar das Sabbatgebot geachtet haben, aber nicht den Herrn Jesus, so achten heute viele Christen scheinbar das Gebot der Unterordnung unter die Obrigkeit, aber den Herrn Jesus nicht. Denn wenn diese Christen den Herrn Jesus achten würden, dann würden sie alle Seine Gebote lieben, und danach jagen, sie einzuhalten. Stattdessen aber werden viele Gebote des Herrn auf dem Altar der Unterordnung unter den Staat geopfert und der Herr dadurch missachtet.

Dabei ist auch das Argument hinfällig, es würde sich um eine besondere Zeit handeln und daher müsste jetzt besonders die Unterordnung unter die Obrigkeit beachtet werden. Die Pharisäer meinten ebenfalls am Sabbat wäre das Sabbatgebot über der Erlaubnis Ähren auf dem Weg zu verzehren. Aber sie irrten sich gewaltig. Genauso irren auch diejenigen, die Gebote des Herrn gering achten, weil wir eine Pandemie (ohne mehr Tode und mit weniger Krankenhausauslastung) haben.




Unterordnung unter den Staat

Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter

Die Unterordnung unter den Staat war bis vor einem Jahr für die meisten westlichen Christen kein großes Thema. Der Staat hat das persönliche und das Gemeindeleben kaum eingeschränkt, und daher sah man auch keine Probleme. Im März 2020 hat sich das dann von heute auf morgen schlagartig geändert. Nahezu weltweit wurde fast gleichzeitig den Gemeinden das Licht ausgedreht. Siehst Du die geistliche Dimension und das Reden Gottes zu uns?

Seither stellt sich die Frage der Unterordnung unter den Staat und seinen Gesetzen und Verordnungen plötzlich täglich ganz konkret. Und seither ist auch unter den Christen ein Graben aufgerissen zwischen denen, die alle Verodnungen halten wollen, und denen, die das nicht wollen.

An dieser Stelle soll es im Themenkomplex nur um die Frage gehen, mit welcher Herzenshaltung ich mich dem Staat unterordne, und darum, wie Du Deine Motivation (Herzenshaltung) gegenüber Gott und dem Staat prüfen kannst.

Gottes Wort und Gehorsam gegenüber dem Staat

Es gibt im Wesentlichen zwei Stellen, die herangezogen werden, wenn es um die Unterordnung gegenüber dem Staat geht:

Das sind also die Stellen, auf die sich gerade all jene Christen berufen, die bereit sind, das gesamte Gemeindeleben durch den Staat auf den Kopf stellen zu lassen.

Auf ein paar Punkte möchte ich besonders hinweisen

  • Wir sollen uns nicht allein „dem Staat“ unterordnen, sondern jeder über uns gestellten Autorität. Das gilt also auch für „böse Diktatoren“ wie Herrn Putin, Herrn Erdogan, Herrn Kim Yong-un oder manche mehr. Es bedeutet aber auch, dass ich mich dem Bürgermeister, dem Polizisten, Finanzbeamten usw. genauso unterordne. Historisch gesehen bedeutet es auch, dass die Deutschen auch im Dritten Reich dieselbe Unterordnung wie heute gehabt haben sollten. Bei der heutigen Argumentation würde das aus meiner Sicht bedeuten, dass die meisten Gemeinden Teil der „Deutschen Christen“ werden und Mitgliederlisten an den Staat geben würden. Genau wie es damals war und wie man heute meint besser zu beurteilen.
  • Eine Unterordnung geschieht nicht aus Loyalität gegenüber der Obrigkeit oder dem Staat, sondern aus Loyalität und Gehorsam gegenüber Gott. Wir sind niemals dem Staat gehorsam, sondern alleine Christus. Wir ordnen uns dem Staat nur um Christi Willen unter. Und erweisen dem Staat nur Ehre, um Christus Ehre zu erweisen.
  • Interessant ist dabei, dass es unerheblich ist, welche Ordnungen die Obrigkeit einsetzt. Das Ziel Gottes ist es, besonders rebellische bzw. böse Menschen durch die Ordnungen zu prüfen und bestrafen zu lassen. Es ist also egal, ob die Obrigkeit an einem Straßenabschnitt erlaubt 50 oder 70 km/h schnell zu fahren. Derjenige, der sich gerne darüber hinwegsetzt, wird dadurch überführt. Deswegen ist auch die Sinnhaftigkeit eines Gesetzes oder einer Verordnung für einen Christen zweitrangig.
  • Ein Problem bekommen wir, wenn die Obrigkeit zu einem Schrecken für das Gute wird bzw. für den der Gutes tut. Denn der Maßstab, was Gut und Böse ist, liegt bei Gott und nicht bei der Obrigkeit. Deswegen müssen wir Christen darin geübt sein, nur das gut zu nennen, was Gott gut nennt und alles was Gott böse nennt, klar als solches zu bezeichnen. Sonst erkennen wir gar nicht, wenn der Staat Gutes böse nennt.

Dem Staat gehorsam während der Corona-Maßnahmen

Oben habe ich geschrieben, dass es zwei Lager unter den Christen gibt. Die einen eifern dafür, die Verordnungen alle einzuhalten, und wollen manchmal sogar noch vorauseilenden Gehorsam zeigen. Die andern verweigern sich in unterschiedlichem Ausmaß den Verordnungen.

Die einen sehen sich im Recht, weil es ja keine Maßnahmen speziell gegen Christen seien, die andern sagen, dass der Staat nie in die Gemeinde hineinregieren darf.

Die einen halten sich für moralisch überlegen, weil es ja um Nächstenliebe und Gehorsam (sic!) gegenüber dem Staat geht, und die andern meinen zu verstehen, was wirklich gespielt wird, und durchschauen das „trojanische Pferd“.

Es gibt mehr als zwei Gruppen

Dabei gibt es mehr als diese zwei Gruppen. Und manches Mal sind sich diese Gruppen vielleicht ähnlicher als sie denken. Folgende Gruppen mache ich aus:

  • Gruppe 1: „Wir ordnen uns dem Staat in allem unter und übertreffen noch die Verordnungen, indem wir noch verantwortungsvoller Handeln als es der Staat fordert, indem wir reine Empfehlungen umsetzen. Wir haben freiwillig auf Treffen verzichtet, haben das Singen maximal mit Mundschutz erlaubt und kontrollieren genauestens die Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Wir sind überzeugt davon, dass der Staat es nur gut mit uns meint.“
  • Gruppe 2: „Dem Staat erweisen wir Gehorsam, indem wir immer genau die Verordnungen einhalten, aber nicht mehr. Auch wir sind davon überzeugt, dass der Staat es nur gut mit uns meint. Außerdem geht es uns um unseren Ruf bei den Nachbarn.“
  • Gruppe3: „Wir folgen dem Staat, indem wir die Verordnungen einhalten, wo es Sinn für uns macht. Wir halten die Maßnahmen etwas für übertrieben, aber wir halten uns eben an Gottes Gebot der Unterordnung und fürchten uns vor einem schlechten Ruf.“
  • Gruppe 4: „Die Corona-Maßnahmen machen aus unserer Sicht keinen Sinn, aber wir halten sie ein, weil es Gott von uns fordert. Wir sind dabei jedoch je nach Fall (Laune) recht großzügig in der Auslegung. Menschenfurcht ist auch bei uns ein Beweggrund.“
  • Gruppe 5: „Wir glauben nicht, dass die Corona-Maßnahmen einen Sinn haben, und halten uns deswegen auch nicht daran. Unterordnen müssen wir uns auch nicht, denn man soll Gott mehr gehorchen als den Menschen. und in die Gemeinde hat der Staat nicht reinzureden. In mein eigenes Leben übrigens auch nicht.“
  • Gruppe 6: „Ob die Corona-Maßnahmen Sinn machen, beurteilen wir anhand des Wortes Gottes. Wir prüfen, ob das, was der Staat gut nennt, wirklich gut ist, und ob das, was der Staat schlecht nennt, wirklich schlecht ist. Wir sehen uns die Früchte der Corona-Maßnahmen an. Außerdem nehmen wir uns die Zeit zu überprüfen, welche Gebote Gottes wir durch die Einhaltung der Corona-Maßnahmen brechen würden. Und dabei ist es unerheblich, ob diese Maßnahmen Sinn machen oder nicht. Wenn Gott von uns etwas anderes fordert als der Staat, dann folgen wir Gott. Wenn der Staat etwas von uns fordert, was sinnlos ist, aber nicht Gott widerspricht, dann machen wir es. Wir streben danach, in unserem persönlichen Leben die Ordnungen des Staates aufgrund seiner Autorität von Gott und unserer Loyalität zu Gott einzuhalten. Wo die Verordnungen aber die Autorität Jesu Christi über die Gemeinde einschränkt oder die Autorität des Familienvaters innerhalb der Familie unterbindet, werden wir einen übergriffigen Staat nicht einhalten oder mit Weisheit Umgehungen finden.“

Wer ordnet sich Gott unter?

Von diesen sechs Gruppen, die ich hier versucht habe zu skizzieren, ordnet sich eigentlich nur eine Gruppe wirklich Gott unter. Und das ist die sechste Gruppe. Ich möchte begründen warum:

  • Gruppe 1: Du befolgst die Corona-Verordnungen eifriger als Du Gottes Gebote jemals gehalten hast. Wenn Du Deine Bibel so ernst nehmen würdest wie die Corona-Verordnung, dann sähe Dein Leben ganz anders aus. Das merkt man auch daran, dass Du gar nicht merkst wieviele Gebote Gottes durch Das Einhalten der Corona-Verordnung gebrochen werden.
  • Gruppe 2: Du befolgst die Corona-Verodnungen genauer als Du Gottes Gebote befolgst. Vermutlich hast Du vor Corona so manche Verodnung nicht ganz so genau genommen (Straßenverkehrsordnung, Bauordnung, Steuergesetze, Müllordnung,…), aber jetzt fühlst Du Dich moralisch gut, weil Du alles genau einhält. Du merkst jedoch nicht, dass Du Gottes Gebote dabei brichst.
  • Gruppe 3: Du stellst Deinen Verstand und Deine Bequemlichkeit über die Unterordnung unter den Staat. Genau so, wie Du es vermutlich auch mit Gott machst. Wo nicht zu viel kostet, ordnest Du Dich unter. Und da die Bußgeldbescheide recht teuer sein können, hälst Du Dich an die meisten Verordnungen. Stören sie Dich jedoch zu sehr, dann wirst Du schnell rebellisch und findest plötzlich den Bibelvers „man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“. Insgesamt ordnest Du Dich in Wirklichkeit nur Dir selbst unter.
  • Gruppe 4: Du fühlst Dich besser informiert als die anderen Gruppen. Du meinst verstanden zu haben, was wirklich hinter den Maßnahmen steckt. Aber aus Furcht und Bequemlichkeit machst Du soweit mit, wie es nicht zu unangenehm wird. Du möchtest zwar Gott gehorchen, kennst aber die neuesten Nachrichten besser als Gottes Wort.
  • Gruppe 5: Du gehst weiter als Gruppe 4. Da ist ein Aufbegehren in Deinem Herzen. Die Maßnahmen sind ungerecht und sie stören Dein Leben. Deswegen gehorchst Du Gott mehr als den Menschen. In Wirklichkeit ist jedoch Rebellion der Antrieb für Dein Handeln und weniger die Liebe zu Christus und Seinen Geboten.
  • Gruppe 6: Du ordnest Dich grundsätzlich unter die Corona-Verodnungen unter. Da Du aber beim Lesen von Gottes Wort erkennst, wieviele Gebote bzgl. der Gemeinde Du brechen würdest, wenn Du Dich innerhalb der Gemeinde daran halten würdest, bist Du in allem zuerst Gott gehorsam. Du hast auch keine besondere Freude daran, Verordnungen nicht einzuhalten, sondern machst es um des Herrn willen und akzeptierst dann auch die möglichen Bußgelder (falls diese denn jemals fällig werden). Auch innerhalb der Familie lässt Du den Staat nicht übergriffig sein (es werden keine Kinder von den Eltern isoliert). Bei allem handelst Du klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben (Matthäus 10:16). Jede Regung der Rebellion bekennst Du vor Gott und versuchst die Corona-Verodnungen im täglichen Leben grundsätzlich einzuhalten.

In welcher Gruppe der Unterordnung findest Du Dich wieder?

Bedenke bitte: Wir sollen uns jeder über uns gesetzten Autorität unterordnen. Staaten hatten jedoch schon immer die Neigung, sich an Gottes Stelle zu setzen. Das hat Gott nie gewollt. Deswegen sind Seine Gebote immer wichtiger als staatliche Gesetze.

Die Obrigkeit ist dafür da, rebellische Menschen herauszufiltern und zu bestrafen (Röm 13). Sie ist nicht dafür da, unser Leben zu verlängern. Wenn der Staat sich aber an die Stelle Gottes setzt und sich anmaßt, das Klima zu retten oder das Leben von Menschen jenseits der 80 zu verlängern, dann überschreitet er massiv seinen göttlichen Auftrag. Rauchen, Alkohol, Süßes, Klimaschutz und manches mehr wird schließlich genauso streng behandelt werden wie Corona. Das rechtfertigt allerings nicht, dass wir dagegen rebellieren.

Denn die Selbstüberschätzung des Staates allein ist kein Argument, Verordnungen zu brechen. Das einzige was zählt: Da ist ein konkretes Gebot Gottes, welches ich nicht erfüllen kann, wenn ich mich an die Corona-Verordnung halte. Darum muss ich Gottes Wort genauestens kennen und durch Gottes Geist alles gelehrt und an alles erinnert werden. Ich muss aber auch jedes noch so kleine Gebot des Herrn völlig ernst nehmen und nicht leichtfertig darüber hinweggehen.

Eine Reihe von Geboten Gottes, die beim Einhalten der Hygiene-Maßnahmen gebrochen werden, findest Du in der Broschüre: „Wir trauern um die christliche Gemeinschaft“