Sind die Corona-Maßnahmen von Gott?

Die Corona-Maßnahmen stehen in Konflikt mit Gottes Geboten bezüglich der Gemeinschaft unter Christen. Nachlesen kann man das in der Broschüre „Trauer um die christliche Gemeinschaft“. Nun ist es leicht bei aller Diskussion um den Umgang mit den Corona-Maßnahmen eine wichtige Frage zu vergessen: Was hat der Herr Jesus uns Christen zu sagen? Oder trifft es uns nicht, dass vor einem Jahr fast weltweit in allen christlichen Gemeinden das Licht ausgemacht wurde? Zuletzt bin ich an einer Rede des Propheten Jesaja vorbeigekommen und war selbst betroffen, was Gott uns Christen eigentlich sagt.

Wenn man den falschen Feind bekämpft – Jesaja 22

Die Last über das Tal der Offenbarung: Was ist denn mit dir, daß alle deine Leute auf die Dächer steigen, du vom Getümmel erfüllte, lärmende Stadt, du jauchzende Stadt? Deine Erschlagenen sind weder vom Schwert durchbohrt, noch im Kampf gefallen! Alle deine Anführer sind miteinander geflohen, wurden gefesselt, ohne einen Bogenschuß abzugeben; dein ganzes Aufgebot ist miteinander in Gefangenschaft geraten; schon von ferne sind sie geflohen!

Jesaja 22:1-3

Wir befinden uns in der Zeit des Königs Hiskia. Das kann durch die in Vers 15 erwähnten Männer Sebna und Eljakim festgelegt werden. Und zwar handelt es sich um die Periode, in der die Assyrer mit ihrem Heer alle festen Städte in Juda eingenommen hatten und nur Jerusalem noch übrig geblieben war. Daher spricht Gott davon, dass die Anführer geflohen und ohne einen Bogenschuss gefangen genommen worden waren. Der Widerstand gegen die Feinde war außerhalb Jerusalems wohl erschreckend gering. Es ist erstaunlich, dass Hiskia kein Heer auf die Beine gestellt bekam, sondern in Jerusalem auf die Belagerer gewartet hat. Denn es war Hiskia, der sich gegen die Oberherrschaft der Assyrer aufgelehnt hatte. Zudem weisen archäologische Funde daraufhin, dass er sogar die Verbündeten der Assyrer angegriffen und damit diesen Heereszug der Assyrer gegen ihn provoziert hatte.

Sanherib auf dem Lachisch-Relief (Bildquelle: Knerdler, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sanherib-Lachisch.png?uselang=de)

Aufgrund der Wehrlosigkeit Hiskias verspottet ihn der König von Assyrien auch; es war eigentlich wahnsinnig, überhaupt Widerstand zu leisten. Doch Hiskia tat es im Vertrauen auf Gott. Die Stadt Lachisch wurde durch den assyrischen König Sanherib während dieser Zeit eingenommen. Davon gibt es sogar bildliche Aufzeichnungen durch das Lachisch-Relief. Hiskia versucht zwar den König von Assyrien durch eine Tributzahlung zu besänftigen, ist aber nicht in der Lage, die ganze Summe aufzubringen, obwohl er alles Gold und Silber aus dem Tempel raubt und sogar von den Türen des Tempels abschneidet. Er entehrt Gott damit, so wie wir heute Gott entehren. Wir geben unsere geistlichen Schätze freiwillig her, indem wir die Ordnungen Gottes für die Gemeinde auf dem Altar der Menschenfurcht opfern.

Gott sagt: Ich war’s

Deshalb sage ich: Schaut weg von mir, denn ich muß bitterlich weinen; gebt euch keine Mühe, mich zu trösten über den Untergang der Tochter meines Volkes! Denn es kommt ein Tag der Bestürzung, der Zertretung und Verwirrung von dem Herrscher, dem HERRN der Heerscharen, im Tal der Offenbarung; man reißt die Mauer ein, und Geschrei hallt gegen den Berg. Die Elamiter tragen den Köcher, neben bemannten Streitwagen kommen Reiter daher, Kir entblößt den Schild. Und es wird geschehen: Deine schönen Täler werden voller Streitwagen sein, und die Reiter nehmen Stellung ein gegen das Tor. Und er nimmt den Schutz Judas weg.

Jesaja 22:4-8

Gott sagt Hiskia ganz klar und deutlich: „Ich habe den Schutz Judas weggenommen.“ Was ist daher die logische Antwort, wenn Gott den Schutz weggenommen hat? Wir Menschen müssen fragen, warum Gott denn sowas tut. Doch stattdessen haben die Jerusalemer Folgendes getan:

Aber du schaust an jenem Tag auf die Waffen des Zeughauses. Und ihr seht nach den Rissen in der Mauer der Stadt Davids – denn es sind viele -, und die Wasser des unteren Teiches sammelt ihr. Ihr zählt auch die Häuser Jerusalems und brecht Häuser ab, um die Mauer zu befestigen. Und ihr legt ein Sammelbecken an zwischen den beiden Mauern für die Wasser des alten Teiches – aber ihr schaut nicht auf den, der dies getan hat, und seht nicht nach dem, der es seit langem bereitet hat!

Jesaja 22:8-11

Das ist doch die vernünftigste Sache, dass man bei einer drohenden Belagerung nach den Waffen sieht und sie für den Kampf vorbereitet. Außerdem überprüft man selbstverständlich die Sicherheit der Stadt und repariert und verstärkt die Mauern. Die bis heute vorhandene Umleitung der Gihonquelle in die Stadt hinein und das Sammeln von Wasser war eine geniale Maßnahme Hiskias, die in 2 Chronik 32:30 auch lobend erwähnt wird. Dort steht sogar: Gott gab das Gelingen dazu.

Und doch ermahnt sie Gott an dieser Stelle. Denn bei all ihren Vorbereitungen haben sie das Wichtigste vergessen: Sie schauen nicht auf Den, der den Schutz Judas weggenommen und die Assyrer ins Land gelassen hat. Sie achten nicht auf Den, der das alles seit Langem bereitet hat. Aber wie kommt Gott auf so einen Vorwurf? Haben Hiskia und die anderen Jerusalemer nicht im Tempel angebetet und nicht das tägliche Opfer gebracht? Doch das haben sie. Dennoch haben sie das Reden Gottes nicht gehört, sondern weiter ihr Leben genossen und es sich gut gehen lassen:

Und an jenem Tag ermahnt der Herrscher, der HERR der Heerscharen, zum Weinen und Wehklagen, zum Kahlscheren des Hauptes und zum Umgürten des Sacktuches – doch siehe, da ist Jubel und Vergnügen, Ochsen schlachten und Schafe schächten, Fleisch essen und Wein trinken: „Laßt uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!“

Jesaja 22:12-13

Gott hatte die Assyrer ins Land gelassen, damit Sein Volk aufschrickt und Ihn unter Fasten und Weinen sucht. Es sollte seine Sünden erkennt und Buße tut. Und genau dasselbe gilt auch für uns Christen heute. Wir erschrecken nicht über das Verbot, biblische Gemeinde zu leben. Wir suchen Gott nicht mit bußfertigem Herzen! Stattdessen rühmen wir uns, dass wir, aufgrund großer Nächstenliebe und unserem plötzlichen Gehorsam gegenüber dem Staat, freiwillig verzichten würden.Dabei sind wir schlicht Gott ungehorsam und genießen einfach weiter unser Leben im Überfluss. Waren wir früher dem Staat in allen Bereichen so sehr gehorsam?

Ein schreckliches Urteil

Doch der HERR der Heerscharen hat sich meinem Ohr geoffenbart: Wahrlich, diese Missetat soll euch nicht vergeben werden, bis ihr sterbt! spricht der Herrscher, der HERR der Heerscharen.

Jesaja 22:14

Was für ein schreckliches Urteil spricht Gott dann über diese Generation in Jerusalem. Glücklicherweise können wir jedoch auch lesen, wie Hiskia sich vor Gott demütigte und Gott ihn dann aus der Hand der Assyrer errettete, wie der völlig unsinnige Widerstand Hiskias gegen die Assyrer tatsächlich Erfolg hatte und Juda von der Oberherrschaft der Assyrer frei wurde. Zu Gottes Ehre ist es so, dass es nur ein Lachisch-Relief gibt, aber kein Jerusalem-Relief!

Auch wir Christen können und sollen Buße tun, wieder Gott die Ehre geben und erkennen, dass auch die Corona-Maßnahmen von Ihm seit langer Zeit geplant sind.

Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.

Psalm 51:19
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