1

Broschüre im deutschsprachigen Raum versandt

Wir trauern um die christliche Gemeinschaft

Die Broschüre zum Tod der christlichen Gemeinschaft soll eine weite Verbreitung finden. Es ist dringend nötig, dass die dort angeführten Gebote Gottes überall ernsthaft und ausführlich bedacht werden. Und dass überlegt wird, wie der konkrete praktische Gehorsam aussieht. Der Herr Jesus sagt uns:

Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Da spricht Judas – nicht der Ischariot – zu ihm: Herr, wie kommt es, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.

Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin; der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Johannes 14:21-26

Lasst uns zur ersten Liebe umkehren und mit ganzer Kraft und Eifer die Gebote Gottes zu erkennen suchen, damit wir sie in schlichtem Gehorsam tun.

Versand an Gemeinden

Die gedruckten Broschüren wurden nun an viele Gemeinden im deutschsprachigen Raum versandt. Wir hoffen und beten, dass viele Geschwister eine ernsthafte Prüfung am Wort Gottes vornehmen. Es ist klar, dass das eine ungewöhnliche Maßnahme ist. Wir leben jedoch in ungewöhnlichen Zeiten – und Gott selbst ist sich nicht zu schade, sich bei Bedarf durchaus andern aufzudrängen.

Die Weisheit ruft draußen laut, öffentlich läßt sie ihre Stimme hören; auf den Plätzen, im ärgsten Straßenlärm schreit sie, an den Pforten der Stadttore hält sie ihre Reden:…

Sprüche 1:20-21

Versand an die Unterzeichner von „Jesus im Mittelpunkt“

Einige Brüder haben sich zu dem guten Ziel zusammengefunden, Streit in den Gemeinden zu reduzieren und den Herrn Jesus in den Mittelpunkt zu stellen. Sie haben dazu die Schrift „Jesus im Mittelpunkt“ unterschrieben. Dort heißt es unter anderem: „Die alleinige Grenze für den Gehorsam gegenüber der Regierung ist der direkte Konflikt mit einer klaren Forderung des Wortes Gottes.

Dabei wird davon ausgegangen, dass es (vorerst) keine direkten Gebote Gottes gäbe, die von den Maßnahmen der Regierung betroffen sind. Mit der Broschüre soll gezeigt werden, dass das biblisch nicht haltbar ist. Zur weiteren Diskussion bzgl. Obrigkeit und Gehorsam verweise ich auf die Artikel „Fest und treu wie Daniel“ und „Unterordnung unter den Staat„.

Um diese Brüder direkt zu erreichen und eine weitergehende Untersuchung anhand von Gottes Wort anzufachen, wurde die Broschüre nach Möglichkeit auch an diese Brüder versandt.

Ermutigung isolierter Geschwister

Es gibt verstreut Geschwister, die in ihrem Wunsch, dem Herrn weiter treu zu sein, alleine stehen. Daher ist es auch ein Ziel, diese Geschwister zu ermutigen. Die Idee zu dieser Broschüre entstand zur Zeit von flehentlichem Gebet, um eine Neubelebung der christlichen Gemeinschaft. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Einsamkeit fehlender Gemeinschaft intensiv. Gott erhört solches Gebet und gibt jedem Seiner Kinder Gemeinschaft, wenn wir bereit sind, dafür Opfer zu bringen. Wenn also Du, lieber Leser, die Einsamkeit fehlender Gemeinschaft erfährst, dann sei mutig und bitte Gott um treue Geschwister an Deiner Seite. Sei aber gleichzeitig auch bereit und übe es ein, Dein Leben für die Brüder hinzugeben.

Jesus aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen, und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben.

Markus 10:29-30




Unser volles Leben

Du machst dir sorge und unruhe

Meine Frau und ich haben immer viel zu tun. Und falls es so aussieht, dass da etwas Zeit ist, habe ich sicherlich eine neue Idee ( – vor diesen Momenten fürchtet sich meine Frau). Und wenn ich mich so umblicke, habe ich den Eindruck, dass es vielen anderen genauso geht. Das Leben ist voll und es gibt immer etwas zu tun. Gibt es überhaupt noch Momente, in denen man sich nicht um sich selbst und seine Aufgaben, Bedürfnisse und Probleme dreht? Ist es uns noch möglich uns ganz mit jemandem anders zu beschäftigen?



In den letzten Wochen hat Gott mir immer wieder vor Augen gestellt, wie sehr mein Leben davon voll ist, mein Leben zu organisieren. So vieles machen wir, damit wir dann einmal in Zukunft weniger tun müssen. Aber komme ich jemals an den Punkt, wo ich weniger tue?

Unsere westliche Welt ist voll von Angeboten, Möglichkeiten und Zerstreuung. Mir wird immer deutlicher, dass ich mich bewusst diesem Wind entgegenstellen muss, dauerbeschäftigt zu sein. Besonders als Unternehmer fällt einem immer etwas ein, was man noch tun könnte. Aber auch als Hausbesitzer lässt sich leicht etwas finden, was man reparieren oder verbessern sollte.

Folgendes haben wir als Familie vor ein paar Wochen gelesen:

Es begab sich aber, als sie weiterreisten, daß er in ein gewisses Dorf kam; und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus. Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, daß mich meine Schwester allein dienen läßt? Sage ihr doch, daß sie mir hilft! Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles; eines aber ist not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!

Die Bibel: Lukas 10:38-42

Die Frau namens Martha macht hier aus meiner Sicht doch eigentlich alles richtig. Sie hat Gäste im Haus und kümmert sich um diese. Sie möchte nicht, dass ein Gast durstig oder hungrig ist. Außerdem soll jeder bequem sitzen und es möglichst angenehm haben. Vielleicht freuen sich die Gäste ja noch über einen Nachtisch? Dann macht sie noch schnell einen. Martha macht also alles, was wir heute auch machen würden, wenn wir gute Gastgeber sein wollen.

Wie kann man ein solches Verhalten kritisieren?

Wir können das nur anfangen zu begreifen, wenn wir auch zu verstehen beginnen, was folgende Aufforderung von uns will:

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? oder: Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles benötigt.Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

Die Bibel: Matthäus 6:31-33

Mein Trachten nach dem Reich Gottes soll soweit vorne stehen, dass sogar die täglich notwendigen Dinge, wie z.B. Essen, Trinken und Kleidung in den Hintergrund rücken. Wer lernt, sein ganzes Vertrauen auf Gott zu richten, der wird innerlich frei von Sorgen werden, die heute sein Leben bestimmen.

Was sind die praktischen Konsequenzen für unser volles Leben?

Und obwohl wir in einer der reichsten Regionen der Welt leben, erscheint uns ein solches Vertrauen zu krass. „Man muss doch auch noch seinen Verstand benutzen!?“

Doch wenn ich in meinem Herzen wirklich Gott glaube, warum kann ich mich dann nicht auf Seine Versprechen verlassen?

Wir sollen nüchtern sein, das steht außer Frage. Aber nüchtern zu sein, bedeutet auch, die Versprechen Gottes ernst zu nehmen und in das eigene Leben zu integrieren.

Kommen wir zurück zu Martha. In diesem Moment war es ihr wichtiger, ein guter Gastgeber zu sein, als in Ruhe dem Herrn Jesus zuzuhören. Und so kenne ich das auch in meinem vollen Leben.

„Jetzt muss ich nur noch dies oder jenes fertig machen, dann habe ich Zeit für wichtigere Dinge, wie zum Beispiel meine Mitmenschen oder das Hören auf Gottes Wort.“

Doch die Realität ist, dass immer etwas fertig werden muss, bevor ich Zeit habe. Deswegen ist die praktische Konsequenz, dass ich mich zuerst um meine Mitmenschen kümmere, also zuerst nach dem Reich Gottes trachte, und dann meine Dinge „fertig“ mache. Danach möchten wir nun streben.